Ohne Besitzer.
statt X
Mastodon sieht aus wie X, gehört aber niemandem. Tausende unabhängige Server bilden zusammen ein Netzwerk, das Fediverse.
kurz erklärtWas ist Mastodon?
Mastodon ist ein soziales Netzwerk für kurze Beiträge. Anders als X hat es keinen zentralen Betreiber. Es besteht aus tausenden Servern, die Vereine, Kollektive, Hochschulen und Einzelne betreiben.
Die Server sprechen über ein offenes Protokoll miteinander, ActivityPub. Wer auf einem Server angemeldet ist, kann allen auf allen anderen Servern folgen und mit ihnen reden. Das ganze Netz heißt Fediverse.
Die Software ist quelloffen und wird von einer gemeinnützigen Organisation entwickelt. Werbung gibt es nicht, und die Zeitleiste ist chronologisch.
der unterschiedX oder Mastodon
X
- Gehört einem einzelnen Milliardär
- Ein Algorithmus entscheidet, was ihr seht
- Werbung und Datenhandel
- Bei einer Sperre ist das Konto weg
Mastodon
- Tausende Betreiber, kein Eigentümer
- Chronologisch, ihr entscheidet selbst
- Keine Werbung, kein Datenhandel
- Umzug zu einem anderen Server samt Followern
Jeder Server hat eigene Regeln und eine eigene Moderation. Wer sich auf seinem Server nicht wohlfühlt, kann umziehen. Eine Stelle, die für das ganze Netz entscheidet, gibt es nicht, auch nicht bei Problemen.
die wichtigsten begriffeSo funktioniert es
Server
Auch Instanz genannt. Hier liegt euer Konto. Die Wahl ist wie bei E-Mail, schreiben könnt ihr trotzdem allen.
Adresse
Sie besteht aus Name und Server, etwa @name@social.redflag.ps. Mit ihr findet man euch von überall.
Zeitleisten
Start zeigt, wem ihr folgt. Lokal zeigt euren Server. Föderiert zeigt, was euer Server vom Rest des Netzes kennt.
Hashtags
Hashtags lassen sich abonnieren wie Personen. Damit findet ihr Themen, ohne dass ein Algorithmus vorsortiert.
Inhaltswarnung
Beiträge lassen sich hinter einer Warnung verstecken, etwa bei Gewalt oder Spoilern. Lesende entscheiden, ob sie aufklappen.
in ein paar minutenEinsteigen
- Einen Server wählen. Eine Übersicht gibt es auf joinmastodon.org. Für den Anfang passt ein großer allgemeiner Server. Kleine Server zu einem Thema sind oft persönlicher.
- Konto anlegen. Bei vielen Servern wird die Anmeldung von Hand freigegeben, das dauert dann ein paar Stunden.
- Eine App nehmen oder einfach den Browser. Es gibt die offizielle Mastodon-App für Android und iOS, dazu viele andere, etwa Tusky für Android.
- Leute finden: Hashtags folgen, die Suche nutzen oder eine Adresse wie @name@server direkt eingeben.
- Sich vorstellen. Ein erster Beitrag mit dem Hashtag #neuhier bringt meist schnell die ersten Antworten.
wer mag, kann es hier ausprobierenNebenbei: auf redflag.ps
Ein kleiner Server auf dem eigenen Rechner in Falkenstein. Er ist mit dem ganzen Fediverse verbunden. Wer hier ein Konto hat, kann allen auf allen anderen Servern folgen.
- Software
- glitch-soc, eine Mastodon-Variante mit Extras
- Beiträge
- bis 2000 Zeichen statt 500
- Anmeldung
- offen, wird von Hand freigegeben
- Regeln
- kein Harassment, kein Spam, deutsches Recht
Wer schon woanders ein Konto hat, braucht keins hier. Ihr könnt dem Server und seinen Leuten auch von dort aus folgen. Konto oder Fragen: mail@redflag.ps